Keine Ahnung, wie das passiert ist. Plötzlich ist sie da: Camille. Ich hatte irgendwo im Internet von ihr gelesen und dann gleich nach Videos gesucht: Prima! Nehmen Sie z.B. das da:
Es ist genau die Band, mit der sie auch in der Feuerwache aufgetreten ist. Voll wars, der Sound war hervorragend, die Stimmung war - begeistert. Gut, das Publikum war in mancher Hinsicht vielleicht etwas zurückhaltender, als die Künstlerin sich das gewünscht hätte. Als sie die Anwesenden wiederholte zum Küssen aufforderte, konnte ich in meiner direkten Umgebung nichts entdecken, das an »Wildfremde, die sich innig küssen« erinnert hätte. Sie meinte dann: »Ich fange schon mal an, mich selber zu küssen«, und tat das dann auch ausgiebig und mit sichtlicher Hingabe.
Auch mit dem Mitsingen haperte es ein wenig, aber das schmälerte vielleicht ihren Genuß, aber unseren ganz sicher nicht.
Was mich an dem gegenwärtigen Camille-Hype etwas ärgert, hat garnichts mit der Sängerin selber zu tun. Es ist die Tatsache, dass ich jetzt schon mehrfach im Camille-Kontext etwas abfällige Bemerkungen zu Bobby McFerrin gelesen habe, seine Musik sei selbstverliebt oder Dinge in dieser Richtung. Na schön, McFerrin hat im Lauf der Jahre vielleicht auch die eine oder andere schwache Platte oder Vorstellung abgeliefert. Aber so, finde ich, kann man das dann doch nicht stehen lassen. Zum Ausgleich zeige ich hier ein Video, das mir sehr gefallen hat. Im Duo mit einem Musiker, der auch schon (2006) bei Enjoy Jazz zu sehen war.
Montag, 13. Oktober 2008
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