Mann bin ich satt. Dieses Quintett hat es in sich. Fünf junge Musiker - augenscheinlich alle höchstens Ende zwanzig - lassen so richtig schön die Kuh fliegen. So satt war ich schon lange nicht mehr nach einem Konzert. Es war alles geboten: Virtuosität, Dynamik, Groove, Dramaturgie... Die fünf flechten ihren modernen Jazz auf eher rockorientierte Changes.
Herausragend waren für meine Ohren neben Christian Scott an der Trompete vor allem der Schlagzeuger Jamire Williams (Houston, Texas) sowie der Gitarrist Matthew Stevens (Toronto, Canada), der einige höchst inspirierte, mit schnellen Läufen und Emotion aufgeladene Solos spielte. Williams wiederum glänzte durch Präsenz, Spielwitz und die absolute Lockerheit, mit der er auch ausgefallenste Grooves servierte. Scott stellte ihn vor mit den Worten »I like his concept«. Und in der Tat - I like his concept too. ;-)
Hier ein kurzer, aber saftiger und ziemlich aktueller Video-Schnipsel, der einen der überbordenden Höhepunkte eines Konzerts zeigt:
Neben Eigenkompositionen von den beiden mittlerweie erschienenen Alben erklangen eine Hancock-Komposition (»The Eye of the Hurricane«), »Contemplation« von McCoy Tyner und als Zugabe »Blue Monk«. Scott: »Wir machen jetzt etwas, das wir nur selten tun. Wir spielen einen langsamen Blues.«
Montag, 20. Oktober 2008
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