Ja, das war schön. Wir haben es als »Reinitiation« für OpenOrgl benutzt: Mal sehen, was die Klangfrickler aus Norwegen so zu bieten haben... Man ist ja dank Molvaer und Eivind Aarset schon Schönes gewohnt, schön elektronisch, schön dreckig (manchmal), schön anders. Humcrush spannen den Bogen noch etwas weiter: trotz meist durchgängigem Metrum mäandert die Musik ständig, bleibt sich kaum gleich. Sidsel Endresen passte hervorragend dazu. Sie machte im wahrsten Sinn des Wortes »vocal sampling«, arbeitete stimmlich mit Versatzstücken von Musik oder Sprache, die schon wie durch den Sampler gejagt klingen. Ja, gejagt.
So unnahbar sich diese Musik gibt, wenn man auf Harmonie und geläufige Strukturen aus ist, so direkt ist sie doch auch. Sie spricht, so lese ich das, vom Leben, das weitergeht, auch wenn Kommunikation immer wieder fehlschlägt.
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