Was für ein Konzert. Bei den ersten Tönen pflanzte sich ein Grinsen auf mein Gesicht - und ging nicht mehr weg. Gut 70 Minuten später war alles gesagt. Was für eine Band!
Tja, wie soll man das beschreiben? Nach einem stimmungsvollen Vocoder-Intro legte die 15-köpfige Big Band mit einem vertrackten Funk-Stück namens »Obstler« los. Vertrackt war nicht nur die Rhythmik, sondern auch die Stimmführung - die Melodie wurde zwischen den Bläsergruppen hin- und hergereicht, und das in einer Art und Weise, die Spielfreude und Präzision aufs Schönste miteinander verband. Ein Ohrenweide für mich, der von den Schwächen der Rhythmuskonzeption der Jan Garbarek Group vom Vorabend noch reichlich genervt war.
Weiter gings mit einer italienischen Suite, die sozusagen programmmusikalische Elemente durchscheinen ließ. Beim Titelstück der anstehenden CD-Veröffentlichung »Finding Nymo« weckte das Intro zwischen den Nymo-Brüdern (Tenor- vs. Sopransaxophon) Erinnerungen an Arthur Blythe und David Murray in Jack DeJohnettes »Special Edition« zu Beginn der 80er... Zu guter letzt spielten sie eine Ballade als Zugabe - zum Heulen schöne Bläsersätze. Das können sie also auch.
Um es kurz zu machen: Helge Sunde Ensemble Denada klingt wie eine Kreuzung aus dem Maria Schneider Jazz Orchestra und Colemans M-Base-Ansatz, gewürzt mit einem kräftigen Schuß skandinavischen Humors. Wer sich die CD kauft: Bitte wenigstens beim ersten Mal laut hören.
Kleiner Eindruck gefällig? Bitte schön:
Aktuelle CD: Finding Nymo
Donnerstag, 22. Oktober 2009
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