Montag, 9. November 2009

Terence Blanchard Quartet

Sehr schönes Konzert. Blanchard präsentierte seine »Jungen«, die Mitmusiker, von denen er sagt, sie seien diejenigen, die die Musik in die Zukunft tragen würden. Blanchard selbst ist das, was man unter Musikern manchmal ein »Tier« nennt - ein phantastischer Trompeter, der Dampf macht und einen beim Zuhören manchmal an diese Schwelle bringt, wo man sich fragt, ob auf der Bühne noch alles mit rechten Dingen zugeht.



Herausragend war wieder mal ein Schlagzeuger, hier Kendrick Scott, der sich in einem Stück mit dem jungen (kubanischen) Pianisten Fabian Almazan, Jahrgang 1984, in eine musikalische Ekstase hochschaukelte, wie man sie nur selten erlebt.

Über die aktuelle CD Choices gibt es hier ein bisschen Hintergrund zu Terence Blanchard, dem »politischen« Trompeter, sowie zu Cornel West, der gleichsam den intellektuellen Hintergrund ausleuchtet. Seine Statements waren im O-Ton auf dem Konzert zu hören und durchziehen auch die CD. Ich will hier nicht in die Details gehen, aber »Choices« ist sicher mindestens zum Teil auch politisch gemeint.

To express his ideas more eloquently, Blanchard enlisted Cornel West of Princeton to add pithy verbal snippets to the album. The title track affords West the opportunity to proffer some of his poetic musings on art and life.

West's impassioned words sometimes get lost in the mix, but his churchy cadences do fit the music hand in glove. Blanchard responds to the call with a round, burnished tone that recalls the intimacy and gravitas of Miles Davis while maintaining a voice all his own.

Zu guter Letzt: Choices ist eine großartige CD!! Auf ihr hört man auch Lionel Lueke, der letztes Jahr bei Herbie Hancock dabei war, aber leider nicht dieses Mal bei Terence Blanchard.

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